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2010/12/16 / halbnachvoll

Die Iren vollbringen ein Wunder!


Bei uns galt die Bankenrettung und anschliessende Nicht-Neuregelung der Finanzindustrie ja als „alternativlos“, zweifellos einer der Anwärter auf das Unwort des Jahres.  Ebenso gab es zwar große Empörung, jedoch kein Eingreifen angesichts der nach der Bankenrettung weiterhin exorbitant hohen Bonuszahlungen der immer noch als „Top-Manager“ bezeichneten Bankmitarbeiter. Nun haben es die Iren tatsächlich geschafft, dem Universum und insbesondere diesem Naturgesetz zu trotzen – die irische Regierung verhindert hohe Boni-Zahlungen an die Manager der von ihr geretteten Bank AIB! Nicht dass uns das etwas nützen würde – unsere eigenen Regierungsmitglieder sind in dieser Hinsicht ja äußerst lernresistent – aber den Iren bleiben somit immerhin 40 Millionen Boni-Zahlungen erspart, das Geld fliesst natürlich immer noch in die Rettung einer Bank, was ja schon schlimm genug ist. Die Banken selbst verweisen immer darauf, dass sie rechtlich zu den Zahlungen verpflichtet wären – seltsam, bei Verträgen, die sie mit ihren Kunden aushandeln, sind sie da wohl sehr viel sorgfältiger als bei den Verträgen mit ihren Top-Managern. Es sollte für die Institute wohl kein Problem sein, sich da bei den Vertragstexten rechtlich abzusichern, wenn es denn wirklich gewollt wäre, damit sie nicht horrende Boni zahlen „müssen“.

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