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2010/07/15 / halbnachvoll

750 Milliarden Euro-Krisenfonds = verstecktes neues Bankenrettungspaket


In Windeseile musste im Mai der Rettungsfonds für Euro-Staaten durchgepeitscht werden. 750 Milliarden schwer ist der Batzen, Deutschlands Anteil daran beträgt bis zu 150 Milliarden unserer geliebten Euronen. Im Zuge des Stresstests für die europäischen Banken kommt jetzt heraus, dass dieses Geld „zur Not“ auch zur Rettung strauchelnder Banken genutzt werden könnte. Auch wenn ich noch so oft den Kopf waagerecht halte und oben drauf klopfe, ich bekomme den Verdacht nicht aus ihm heraus, dass das schon von vornherein so geplant war. Schliesslich war den Lemmingen den Bürgern ein Rettungspaket für Europa besser zu verkaufen als ein weiteres Rettungspaket für Banken. Ich bezweifle auch, dass sich alle Abgeordneten bei der Abstimmung der Tatsache bewusst waren, dass das Geld eben nicht nur für notleidende europäische Staaten gedacht war – der Eine oder Andere wird sich hier zu Recht über den Tisch gezogen fühlen. Wie beruhigend ist es in dem Zusammenhang auch, dass EU-Kommissar Olli Rehn nicht glaubt, dass die Banken die Hilfe aus dem Fonds brauchen werden – warum sollte es dann sonst diese Option überhaupt geben? Zumindest in Deutschland haben die Banken doch übrigens schon seit längerer Zeit wieder gefordert, dass sich der Staat so langsam aus ihren Geschäften raushalten sollte, schliesslich geht es jetzt ans Gewinne machen, da kann man keinen weiteren Teilhaber gebrauchen.

Diese ständigen Geschichten mit den Milliardenbeträgen für die Banken hängen sicher nicht nur mir schon so weit zum Hals raus, dass ich sie ohne Teleskop schon gar nicht mehr sehen kann. Warum machen wir es uns nicht einfacher, und führen gleich 50% unserer Steuereinnahmen direkt an die Banken ab? So zahlen wir im Endeffekt genauso viel, es ist dann nur wesentlich transparenter. Und vielleicht sind dann sogar die üblichen Verdächtigen aus FDP, INSM, Bertelsmann-Stiftung und Co. auch nicht mehr dafür, die Steuern zu senken und wir ersparen uns deren Geplärre…

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  1. Ray / Jul 16 2010 05:32

    Aber selbstverständlich war es so geplant! Ob man es erst den Staaten gibt (und die dann an die Banken), oder gleich den notleidenden Banken (die ein Quartal später dann wieder Mrd. Gewinne ausweisen) ist ehrlich gesagt gehupft wie gesprungen. Auch wenn wir uns die Sache noch so schön reden/denken wir (Jaa, auch die Politiker!!) bleiben die Gefangenen des Geldsystems. Ohne Schulden (und immer weitere Schulden) gibt es kein Geld, da ein Staat (mit seiner Währung) ja vom ersten Tag seiner Existenz bei den Banken verschuldet ist! (Merke: Privatbanken können mit Geld nunmal besser umgehen als Staaten! 😉 Da hilft leider auch kein Reförmchen hier oder ein Herumjustieren da! Kurz ausgedrückt : DIE SCHEISSE ESKALIERT!!
    Trotzdem allen ein schönes Wochenende!

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