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2010/05/11 / halbnachvoll

Mehr Schutz als uns lieb ist…


Vor lauter Landtagswahl habe ich tatsächlich erst gestern von dem „Rettungspaket“ für unseren heissgeliebten Euro erfahren. Nun sind über 700 Milliarden Euro fällig, um die Börsenzocker alle anderen Euro zu retten. Gähn, dreistellige Milliardenbeträge in den Nachrichten locken mittlerweile ja Niemanden mehr hinter dem Ofen hervor, so langsam wird es einmal Zeit für ein Billiönchen als Rettungsmassnahme. Deutschland soll dazu nach den ca. 22 Milliarden für die Börsenzocker Griechenlandhilfe (vormals waren ja so 8 Milliarden angedacht) nun mit ungefähr 120 Milliarden beitragen. Ein wichtiges Argument für diesen Schritt ist ja mal wieder das Anliegen, „die Ersparnisse der Bürger zu schützen“. Ich bin noch nicht so ganz dahinter gekommen, wie so ein Schutz funktionieren soll. Da jetzt ja mal wieder noch viel mehr gespart werden soll, hat der Staat wohl weniger Geld für Bildung, Arbeit, Soziales, Gesundheit und Infrastruktur übrig. Nun können wir dreimal raten, woher das Geld stattdessen kommen wird, ich wage mich ganz weit aus dem Fenster und tippe mal auf die Portemonnaies der Bürger. Das Konzept, unser Geld zu schützen, indem man es ausgibt, ist zumindest originell und leuchtet nach ein paar Flaschen Alkohol sogar ein: Wenn das Geld nicht auf einer Stelle liegt, sondern immer schneller hin und her überwiesen wird, kann kein böser Terrorist so einfach eine Bombe darauf werfen. Denn bis die Bombe explodiert ist das Geld schon wieder ganz woanders! Oder ganz weg, weil es in irgendwelche Fantasieanlageprodukte der Finanzindustrie investiert wurde.  Ist doch nur konsequent.

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